Berufliche Grundbildungen (Lehre, Attest, Anlehre)

Die drei- oder vierjährige berufliche Grundbildung - umgangssprachlich auch Lehre genannt - führt zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Die berufspraktischen Fertigkeiten erlernen und üben die Lernenden im Lehrbetrieb. Berufsspezifische Fachkenntnisse werden zusätzlich in überbetrieblichen Kursen vermittelt. An 1 bis 2 Tagen in der Woche besuchen die Lernenden die Berufsfachschule. Wer fähig und gewillt ist, etwas Zusätzliches zu leisten, hat die Möglichkeit, die Berufsmittelschule zu besuchen und die Berufsmaturität zu erwerben.

Die zweijährige Grundbildung führt zum eidgenössischen Berufsattest (EBA). Die Ausbildung richtet sich an vorwiegend praktische begabte Jugendliche. Die beruflichen Fertigkeiten erlernen und üben die Lernenden im Lehrbetrieb. Zusätzlich zur Ausbildung im Betrieb besuchen sie wöchentlich die Berufsfachschule und erlernen in überbetrieblichen Kursen wichtige berufspraktische Fertigkeiten. Für leistungsstarke Absolventen und Absolventinnen besteht die Möglichkeit, nach bestandener Prüfung in eine verkürzte drei- oder vierjährige Grundbildung einzusteigen.

Anlehren werden nur noch in vereinzelten ausgewählten Berufen angeboten.

Die Vorlehre ist für Schulabgänger und -abgängerinnen gedacht, die den Übertritt in die Berufsbildung nicht direkt schaffen und führt - wie alle Brückenangebote - nicht zu einem Berufsabschluss. Ziel ist eine optimale Vorbereitung auf den Beginn der Berufsausbildung. Schule und Arbeit wechseln sich ab je nach Typ der Vorlehre.